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Zuckerrüben
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Verschiedene Zuckerarten:
Einfachzucker od. Monosaccharide
Hier handelt es sich um ein einzelnes Zuckermolekül.
(Traubenzucker/Glukose, Fruchtzucker/Fruktose)
Zweifachzucker oder Disaccharide
Hier handelt es sich um zwei Monosaccharide die durch ein Wassermolekül
verbunden sind.
(Haushaltszucker)
Laktose
Hier handelt es sich um ein aus Glukose und Galaktose zusammengesetztes
Disaccharid und kommt nur in Milch vor.
Maltose ist ein Disaccharid aus zwei Glukosemolekülen.
Es wird ausschließlich künstlich hergestellt.
(Zusatzstoff für Bier, Brot, Babynahrung)
Mehrfachzucker oder Polysaccharide
Diese Art besteht aus mindestens drei Einfachzuckermolekülen, sowie
anderen Molekülen. |
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je 100g essbarem Anteil
Haupt-Nährstoffe |
Energie |
Mineralstoffe |
Vitamine |
Eiweiß 0
Fett 0
Kohlenhydrate 100g
Ballaststoffe k.A. |
400 kcal
1680 kJ |
Natrium k.A.
Kalium 2mg
Calcium 2mg
Phosphor k.A.
Magnesium k.A.
Eisen k.A.
Fluor k.A. |
A 0
B1 0
B2 0
C 0
E 0
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1. Hagelzucker
2. Einmachzucker
3. Feinster Zucker
4. Puderzucker
5. Brauner Würfelzucker
6. Brauner Kandis
7. Brauner Zucker
8. Weißer Würfelzucker
9. Zuckerrohrzucker
10. Zuckerhut
11. Weißer Kandis
12. Kluntje (grober weißer Kandis)
13.Grümmel (feiner brauner Kandis)
14. Raffinade Zucker |
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Etwas aus der Geschichte
des Zuckers
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Der Zucker
oder auch Saccharose (Ableitung
vom lat. saccarum) ist eine süß-schmeckende Substanz welche durch
Raffinade aus der Zuckerrübe und dem Zuckerrohr gewonnen wird.
Viele Jahrhunderte war Honig der einzige Süßstoff.
Obwohl Zuckerrohr schon vor ca. 2500 Jahre bekannt war wurde er z.B. in
der Antike von den Griechen und Römern vorwiegend zu medizinischen
Zwecken verwendet.
Bis ins Mittelalter galt Zucker als Medizin und exotischer Luxus. |
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Das Zuckerrohr (Saccharum officinarum) stammt vermutlich aus Indien oder
Neuguinea und wird heute vorwiegen in tropischen Regionen angebaut.
Die Araber waren die ersten die den Zuckerrohr Anbau in größerem Ausmaß
betrieben.
Seit der Entdeckung von Amerika übernahmen die Karibischen Inseln,
bedingt durch das Klima, eine führende Rolle im Zuckerrohranbau.
Die Zuckerrohrpflanze ist sehr empfindlich und relativ pflegeaufwendig,
d.h. sie muß regelmäßig gewässert u. gedüngt werden. Sie wird je nach
Anbaugebiet 2-7 Meter hoch und hat ausgewachsen einen 5 cm
Stammdurchmesser. |
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Die Kohlenhydrate (12-15% Saccharose) sind im Stängelmark enthalten.
Zum ernten wird die unreife Pflanze in Bodenhöhe abgeschnitten, so daß
neue Schößlinge gebildet werden können. Anschließend werden die Blätter
entfernt und in kleinere Stücke zerteilt.
In der Raffinerie werden die Stiele zerdrückt und so der schwärzliche
Zuckerrohrsaft gewonnen. Dieser wird gereinigt, geklärt, aufgehellt und
raffineriert.
Aus einer Tonne läßt sich etwa 140 Kg Zucker gewinnen. |
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Die Zuckerrübe
(Beta vulgaris spp.) wurde
erst im 18. Jahrhundert als Rohstofflieferant entdeckt.
Durch die englische Blockade von karibischen Zuckerlieferungen, wurde
von Napoleon der Zuckerrübenanbau in Frankreich verstärkt
vorangetrieben.
Die Zuckerrübe wird nach ca. 20-30 Wochen geerntet und nach gründlicher
Wäsche in der Zuckerfabrik durch rotierende Messer in Schnitze zerlegt.
Die Schnitze durchlaufen einen Extrationsapparat indem durch Wasser die
Saccharose u. andere lösliche Stoffe entzogen werden.
Dieser Saft verliert durch Fällung, Kolloidflockung u. Filtration die
meisten seiner nicht benötigten Begleitstoffe.
Man erhält ein klares, hellgelbes Filtrat (Dünnsaft).
Aus diesem wird der größte Teil des Wasser in einer mehrstufigen
Verdampfungsanlage abgedampft, bis man zu einem goldgelben Konzentrat
von etwa 65% Gehalt an Trockensubstanz kommt (Dicksaft).
In Eindampfkristallisatoren wird dann die Saccharose auskristallisiert.
Die fertige Masse kommt anschließend in Zentrifugen in denen der
Muttersirup von den Kristallen abgeschleudert wird. Die Kristalle sind
im Innern farblos und bestehen dort fast aus reiner Saccharose.
Auf der Oberfläche sind sie allerdings noch vom dunklen Muttersaft
bedeckt, d.h. die Kristalle sind noch unrein. Dieses Produkt wird auch
Rohzucker genannt.
Nun wird durch waschen mit Wasser, Affination, die unreine Schicht von
der Kristalloberfläche abgelöst. Dadurch entsteht der uns bekannte weiße
Zucker.
Der ablaufende mindere Rohzucker wird mit Dünnsaft aufgelöst und dem
Dicksaft zugefügt.
Im Jahre 1811
wurde die erste Zuckerraffinade in betrieb genommen.
Zwei Jahre später waren es bereits 300 neue Raffinaden.
Im 20. Jahrhundert boomte der Zuckerkonsum.
Lag früher der jährliche pro Kopf Verbrauch von Zucker bei ca. 2 Kg, so
stieg er nach dem 2. Weltkrieg auf teilweise über 50 Kg an.
Dieser hohe Zuckerverbrauch hängt auch wegen den verstecken
Zuckeranteilen in den Lebensmittel wie z.B. in Majonnaise, Ketchup,
Fertigsaucen, Fertiggerichten, usw. zusammen.
Seit den 80-ziger Jahren ist der Zuckerverbrauch etwas rückläufig.
Zucker besteht Chemisch aus Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff
(O) und gehört zu der Gruppe der Kohlenhydrate. Er ist neben Eiweiß und
Fett ein wichtiger Nährstofflieferant und in vielen Lebensmitteln
enthalten. |
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